Wintercheck für Reptilien

Viele Reptilienarten reduzieren im Winter ihren Stoffwechsel und gehen in eine Ruhephase (Brumation) oder in den Winterschlaf (Hibernation). Durch dieses natürliche Verhalten leben die Reptilien langfristig gesünder und werden älter.
Damit das Tier die Winterruhe gesund übersteht und gut für das Erwachen im Frühjahr gewappnet ist, empfehlen wir einen Wintercheck einige Wochen bevor Ihr Tier sein Winterquartier bezieht.
 

Warum ist ein Check vor der Winterruhe sinnvoll?

Die Winterruhe ist eine Belastungsprobe für den Organismus, gleichzeitig aber auch ein gesundes und natürliches Verhalten – gesunde Tiere kommen gut hindurch und werden meist älter, ein geschwächtes Tier teilweise gar nicht oder mit grossen Belastungen für den gesamten Organismus.

Ein Reptil sollte nur gesund in die Winterruhe gehen. Bereits leichte, oft unbemerkte Erkrankungen oder ein hoher Infektionsdruck durch Darmparasiten können sich während dieser Phase nicht nur verschlechtern, sondern auch dazu führen, dass Ihr Tier beim Erwachen nicht genügend Energiereserven hat.
 

Was muss vor der Winterruhe beachtet werden?

Gesundheitszustand

  • Nur gesunde Tiere dürfen in die Winterruhe

  • Parasiten sollten rechtzeitig vorher behandelt werden, eine vorherige Kotuntersuchung ist hierfür immer ratsam!

  • Keine offenen Erkrankungen oder Verletzungen

 

Wann hilft ein Wintercheck konkret?

  • Versteckte Krankheiten wie etwa Parasiten, Infektionen oder Mangelzustände frühzeitig erkennen

  • Verringern von Risiken während der Ruhephase
    Ein geschwächtes Tier kann die reduzierte Stoffwechselaktivität schlecht kompensieren und hat im schlimmsten Fall nicht genügend Energiereserven um aus dem Winterschlaf / der Winterruhe zu erwachen.

  • Individueller Beurteilung der Winterruhe
    Nicht jedes Tier ist geeignet für die Winterruhe, es hängt ab von Art, Alter, Gewicht und Gesundheitszustand

  • Haltungsfehler rechtzeitig zu korrigieren
    Temperatur, Beleuchtung, Ernährung, Beratung zur Überwinterung und dem Winterquartier

 

Was wird beim Wintercheck überprüft?

  • Allgemeiner Gesundheitszustand: Gewicht / Verlauf, Ernährungszustand, Aktivität / Kraft des Tieres, Haut, Panzer oder Schuppen, Atmung und Kreislauf, Maulhöhle und Schleimhäute

  • Kotuntersuchung auf Parasiten

  • Bei Bedarf weiterführende Diagnostik (z. B. Röntgen, Blutuntersuchung)

 

Wann sollte der Wintercheck erfolgen?

Der ideale Zeitpunkt für den Wintercheck ist im Frühherbst (Anfang September). So bleibt genügend Zeit für:

  • Anpassungen der Haltung und für eine sichere Vorbereitung auf die Winterruhe

  • eventuell notwendige Behandlungen wie z.B. bei einer Entwurmung muss die Schildkröte noch mindestens 2-3 Wochen aktiv sein um abgetötete Parasiten ausscheiden zu können


Für welche Reptilien ist das relevant?

  • Europäische Landschildkröten
    > hier sollte die Winterruhe nach Möglichkeit immer durchgeführt werden!

  • Wasserschildkröten
    > einige Arten können und sollten im Teich überwintern, andere nicht

  • Echsen, z. B. Bartagamen

  • Einige Schlangenarten, z.B. Kornnatter

 

Weiter zu beachten für die Winterruhe

Fütterung und Entleerung

  • Rechtzeitiges Einstellen der Fütterung; je nach Art und Haltung stellt die Schildkröte das Fressen selber ein

  • Darm sollte vollständig entleert sein - kann durch raumtemperierte Wasserbäder erreicht / gefördert werden

Gefahr: unverdaute Nahrung und abgetötete, aber nicht ausgeschiedene Parasiten können zu Komplikationen führen!
 

Temperaturmanagement

  • Langsame, kontrollierte Absenkung der Temperaturen; draussen lebenden Schildkröten spüren die jahreszeitliche Veränderung instinktiv – das erste Laub sollte als Laubhaufen bereitgestellt werden!

  • Keine abrupten Veränderungen

  • Artgerechte Zieltemperatur einhalten (häufig ideal in einem Kühlschrank -> alle 1-2 Tage kurz lüften, gelegentlich kurzer Check-up und Wiegen)

 

Beleuchtung und Tageslänge (bei drinnen überwinternden Tieren)

  • Schrittweise Reduktion der Lichtdauer (Anpassung an natürliche Bedingungen)


Luftfeuchtigkeit

  • Artabhängig regulieren

  • Zu trocken oder zu feucht kann Probleme verursachen (hier kann mit Moos und Laub gearbeitet werden)

 

Überwinterungsplatz

  • Ruhig, dunkel und erschütterungsarm

  • Konstante Temperaturen

  • Regelmäßige Kontrolle ohne Störung

  • Ideal ist ein kühles Kellergewölbe oder im Kühlschrank (mit Thermostat) möglich


NEU: Akupunktur-Termine auch am Samstag

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Wieso denn eigentlich Akupunktur?
 

Akupunktur kann ihren vierbeinigen Freund als Schmerztherapie oder bei anderen Medikationen unterstützen.

Zudem kann Akupunktur bei Verhaltensauffälligkeiten angewendet werden: Katzen, die in die Wohnung urinieren und Hunde, die schnell zu Unruhe, Stress und Bellen neigen.


Flohmittel in der Umwelt

Anfang des Jahres zeigten laufende Studien, dass Insektizide und Pestizide in Schweizer Gewässern in nachweisbaren Mengen vorkommen. Diese beeinträchtigen das dortige Ökosystem.

Das Insektizid Fipronil ist ein Wirkstoff, das in Spot-on-Präparaten zur Floh- und Zeckenprophylaxe enthalten ist. Es gelangt meist durch das Händewaschen oder das Reinigen von Tiertextilien ins Abwasser. Für eine Reduktion dieser Belastung wurde noch keine abschliessende Lösung gefunden.

Eine Möglichkeit, die Belastung zu senken, ist der Verzicht auf fipronilhaltige Produkte zugunsten alternativer Tierarzneimittel.

 

Bei Anisan Thun AG bieten wir verschiedene Alternativen an, welche Mensch und Tier, sowie Wasserlebewesen nicht schaden.
Kommen Sie vorbei und lassen Sie sich beraten.


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Tierarztpraxis am Bahnhof goes Hollywood!

Noch nicht, aber vielleicht bald?
 

Im Rahmen der Sendung „tierisch“ auf TeleBärn hatte die Tierarztpraxis am Bahnhof einen Gastauftritt.

Die Sendung zeigte einen Beitrag über die erste Tierklappe für Nagetiere in der Schweiz. Herr Dr. Rutschmann untersucht abgegebene Kaninchen auf Ihre Gesundheit, so dass sie weiter vermittelt werden können.

Die Sendung mit dem Auftritt vom 5. Februar 2026 finden sie hier.